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SURE statt Hypex

SURE statt Hypex

Beitragvon Karlheinz » Sa 5. Mär 2016, 20:53

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Moin,
von einem Thomessenbassmodul hatte ich noch einen Trafo mit 2x31V Nennspannung übrig....zu viel für den symasym aber nicht für eine noch vorhandene Netzteilplatine....dazu lagen noch Buchsen herum.
Also habe ich mir zwei UCD 180 gegönnt(ab 83€/Stück). Im Lieferumfang sind Torx-Schräubchen, Flachstecker und techn. Unterlagen.
Die Suche nach einem Gehäuse erwies sich als schwierig, die bekannten Versender hatten nichts passendes und in der Bucht fand ich auch nichts.
Deshalb habe ich eine alte Idee umgesetzt, der Rahmen heißt die Seiten bestehen aus Aluminiumstrangmaterial 6x70 (Internet). Boden und Deckel bestehen aus Aluminiumtrittplatten (Baumarkt).
Zugeschnitten habe ich das Aluminiummaterial auf meiner mit einem vielzahnigen Widia-Sägeblatt bestücktem Kreissäge.
Im Bohrständer wurden unzählige 2,5mm Löcher gebohrt, der M3 Sacklochfertigbohrer im Akkuschrauber erledigte den Rest. Zusammengenäht wurde das Gehäuse dann mit 32 M3 Senkkoppfschrauben.
Ein Netzschalter genügt nicht, die Steuerleitungen der Module wollen auch noch "Masse" sehen.
Das NF-Signal sollte symmetrisch sein. Für dei NF-Anschlussleitung will Hypes richtig Geld sehen....ab 8,60€.....aber die hier für 40Cent sind auch voll OK :mrgreen:
http://www.pollin.de/shop/suchergebnis. ... g=internal
Jetzt warte ich auf die Langzeiterfahrungen....mal hören 8-) .

Edith meint es hört sich gut an. Die BG20 arbeiten im Bass extrem trocken, tief und präzise, sogar das Zwerchfell merkt was...und das bei noch gemäßigter Lautstärke :D , die Tiefenstaffelung ist überraschende gut. Das Ganze spielt sehr relaxed, was an sich ja immer ein sehr gutes Zeichen ist. Mal weiterhören....

So, ich habe jetzt mal meine üblichen Teststücke durchgehört :roll: . Tja, das Gute zuerst. Die zwei BG20 schaffen es doch tatsächlich bei Jeff Becks What Else in einem 15m² Raum das Zwerchfell etwas zu rocken, ohne das die Membranen herausfliegen, viel Kraft und Kontrolle haben die Hypex im Bass. Da werde ich sie aktiv einsetzen.
Nun, das Schlechte, in den Mitten und Höhen wirkt die Wiedergabe steril und emotionslos, die instrumente sind auch irgendwie in der Größe unnatürlich geschrumpft, die Breite der Darstellung ist eingeschränkt, die Tiefenstaffelung ist vorbildlich. Vielleicht wirds ja noch :? .
Aber einen nicht ganz so entäuschenden Klangeindruck hatte ich beim Hören der Menhir L mit dem verwandten 2.400 Hypexmodul, ich denke, da ginge in Mitten und Höhen mit einem anderen Endstufenmodul noch mehr.
Im www schrieb jemand, dass SMSL SA50 besser klänge, an dem SMSL SA 160 kann ich es nachvollziehen.....anderseits sind diese kleinen Kistchen ganz nett......aber in Mitten und Höhen gefallen mir auch da heiß eingestellte AB-Transen eindeutig besser.
Ich werde aber den Hypex noch in einer anderen Anlage mal ranlassen, mal hören.
Gruß Kalle
Zuletzt geändert von Karlheinz am Do 16. Jun 2016, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Es wird

Beitragvon Karlheinz » Di 8. Mär 2016, 09:59

Moin,
ich denke es wird langsam 8-) . Das Ding muss wohl richtig durchgewärmt sein....sagen wir mal temperiert, genau 25,5°C....und dann liegt es wohl auch an etwas, was es gar nicht gibt, dem Einspielvorgang.
Die Bassstrukturen begeistern weiterhin, aber Becken kann man langsam differenzieren, das Saxophon bekommt langsam Körper und die Geigen sägen nicht mehr nur. Es wird.
Gruß Kalle
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Conclusion

Beitragvon Karlheinz » Mi 9. Mär 2016, 22:02

Moin,
doch die Beschäftigung mit dem Hypex Modulen lohnt klanglich durchaus.
Überzeugend ist vor allem die differenzierte durchsetzungsfähige Basswiedergabe.

Nach etlichen Tagen sehe ich das anders, im Vergleich zu einer simplen uralten HiFi-Endstufe fehlen differenzierte "farbechte" Mitten...und die Höhen....welche Höhen....fliert da ein Becken oder ist der Bedienung das Servierblech aus der Hand gefallen. Stöhnen auf hohem Niveau. 8-)
Es bleibt der Bass.....Glück gehabt, dafür habe ich sie eingeplant.
Gruß Kalle
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Re: Hypex zur Resteverwertung

Beitragvon Karlheinz » Mi 1. Jun 2016, 17:24

Moin,
durch die Berichte von Saarmichel und von K+T habe ich mal dieses Modul bestellt
http://www.hobbyhifiladen.de/sure-elect ... -amp-board
Als Netzteil dient ein 200W Ringkern mit einer DC Leerlaufspannung von ca 40V, AC Nennspannung 25V.
Noch ist der Aufbau fliegend auf einem Brett und größere Aufgaben musste die Endstufe auch noch nicht stemmen, aber mit Zimmerlautstärke an einem 90 db Lautsprecherpaar toppt dieses Billigzeugs klanglich die obigen Hypexmodule mehr als deutlich. Die Wiedergabe ist im ganzen Frequenzbereich noch differenzierter, die Klangfarben stimmen vor allem auch in den Höhen endlich, die Instrumente stehen bei entsprechenden Aufnahmen frei im Raum.
Prima :D . Mal sehen wie sich das kleine Ding bewährt.
Gruß Kalle

Edith meint, ein kleines geiles Ding ist der SURE.
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Re: Hypex zur Resteverwertung

Beitragvon Karlheinz » So 5. Jun 2016, 09:32

Moin,
gestern haben fünf Hörfreunde folgendes getestet
Zur Kette, als Laufwerk arbeitete daher nur der uralte gepimpte Sony XA 50 ES, als Vorstufe kamen wir mit einer Öhm-Hepos :) prima aus. Gehört wurde an meinem Aurumclone(BG20) und an mit dem KenfordMcGee Horn mit TheBoxBass...beides auch lauter. Es ist erstaunlich, was der BG20 bei richtiger Befeuerung im Bass raushaut.
Neben einer altgedienten T+A A1000 als Vergleichsmaßstab traten an
-Dayton TDA1 mit 8 Mignonzellen
-SMSL SA160
- Hypex UCD 180 HG mit konventionellem Ringkerntrafonetzteil
- Sure Electronics TAMP2400 ebenfalls mit Ringkerntrafo
Der Ehrenpreis gehört eindeutig dem Dayton im Batteriebetrieb. Erstaunlich was der Kleine auch im Bass an einer 90db impedanzlinearisierten Box heraushaut :rolleyes: .
Sieger war mit deutlichem Abstand in allen uns wichtigen Klangkriterien mit Abstand der TAMP 2400, gerade der deutlich teuere Hypex wurde in den Klangfarben, der räumlichen Wiedergabe und der sehr differenzierten Bas- wie Höhenwiedergabe deutlich distanziert. Der konvetionelle Klasse AB T+A konnte mit den Klasse D bzw. TAMPs nicht mithalten.
Der Lüfter des TAMPs trat trotz teilweise satter Lautstärke nur in den Hörpausen in Aktion.....
Gruß Kalle
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Re: Hypex zur Resteverwertung

Beitragvon tangband » Mi 8. Jun 2016, 12:18

Hmm wäre mal ne Überlegung meinen alten Yamaha Trafo
Zu verwenden der kann 2x30 Volt ac also so ungefähr
42 Volt dc sollte also noch im grünen Bereich sein
Laut Angabe im Net kann er wohl 600 Watt ,so zumindest
Die angegebene Leistungs auf nähme ,als 300 pro rail
Die Frage ist nur ob ich ihn einseitig betreiben kann
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Re: SURE statt Hypex

Beitragvon Karlheinz » Mi 29. Jun 2016, 20:57

Moin,
ich habe das mal auch hierhin gesetzt...es passt besser zum Thema.
Ich habe diese Kombination (TheBox12-280/8a, McGee HL1018, Kenford Comp50B bze. Celestion CDX1-1747) noch nie so schön gehört wie mit dem Sure TAMP2400 Tripath-Amp :D .....sowohl das empfohlene Mean Well Schaltnetzteil wie auch eine konventionelle Lösung mit einem 2oo Watt Ringkern funktionieren sehr überzeugend.
Dank an Saarmichel und die Männers hier für diesen Tipp.
http://www.hobbyhifiladen.de/sure-electronics-tamp2400
Versuchsaubau (Plateamps ;) ) 200 Watt 27V 7,4A Trafo auf Birkenmutiplex gegen ein Schaltnetzteil 36V 9,7A auf Buche blockverleimt :mrgreen:
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Wir sind dabei eventuell mögliche Unterschiede zu erkunden...sie sind auf jeden Fall marginal.
Gestern :mrgreen:, im Vergleich mit einer
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ging es ganz gut für den TAMP aus, das KlasseA-Monster gewann 2:1.....das kleine Teilchen befeuerte eine JBL166 in allen Belangen besser als der dicke Brummer, der bei einer großen Mangerbox und einem kleinen edelen britischen Zweiwege"Schuhkarton" ein Tacken mehr Klangfarben und Wohlgefühl rüberbrachte......kaum zu glauben :o ....aber beim dem Preis der Platine kann jeder Ungläugige das leicht leicht ausprobieren :o .
Der lieferbare Sure-Lautstärkesteller zum Einstecken in die Platine ist des Teufels und unbrauchbar. Es reicht z.B. ein einfaches Qualitätspotie zwichen CD und Amp....noch schöner ist natürlich z.B. eine Hepos dazwischen.
Gruß Kalle
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Re: SURE statt Hypex

Beitragvon Karlheinz » Mi 13. Dez 2017, 18:05

Moin,
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Ich habe den UVD 180 HR gerade auf HxR durch die
erhältlichen Eingangsstufenstabilisierung hochgerüstet .... die ersten Takte zeigen, der Umbau hat sich gelohnt.
Nach dem Einspielen bin ich auf den Vergleich mit dem Gremlin gespannt.
Gruß Kalle
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Re: SURE statt Hypex

Beitragvon Karlheinz » Mi 13. Dez 2017, 19:00

So,
der Hypex liefert ne satte Basslinie, aber sonst nix. Alles hängt zwischen den Boxen.
Beim Gremlin ist der Bass da und noch ganz viele andere Instrumente :o , die Bühne ist fast auf 160° geöffnet.
Mal weiterhören.
Jrooß Kalle
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Re: SURE statt Hypex

Beitragvon Busta Reims » Sa 13. Jan 2018, 15:04

Das ist interessant. Hatte auch mit dem Gedanken gespielt.....
Danke für die Infos und ein gutes 2018!

Weitere Infos jederzeit willkommen ;)

Gruß

Mark
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Re: SURE statt Hypex

Beitragvon Karlheinz » Mo 15. Jan 2018, 11:03

Moin.
auch ein erfolgreiches Jahr.
Augenblicklich hadere ich ein wenig mit den Gremlins.
Aus dem jetzt über ein DSP angesteuerte Aktivlösung großen Horn mit einem Clestiontreiber rauscht es mächtig.
110db direkt am Ausgang des gremlins überfordert ein wenig die Ausgangsfilter.
Mit einer Passivweiche über den Gremlin angesteuert war das wegen den notwendigen großen Widerständen absolut kein Problem. Die jetzt auch ungebremsten Bassimpulse sorgen füreinen wunderschönen exakten Bass, E-Bass-Läufe sind sauber aufgenommen ein Genuss.
Jrooß Kalle
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Re: SURE statt Hypex

Beitragvon Karlheinz » Di 4. Dez 2018, 09:08

Moin,
so sehen die Gremlins mittlerweile aus.
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Bopla-Seitenschienen, Alubleche und Kunststoffscheibe auf der Kreissäge geschnitten, Vielzahnblatt und etwas niedrigeren Drehzahlen.
Ein absoluter Knaller ist dieses Ramschnetzteil, es ist wie gemacht für den Wondom TAMP 2400 jetzt MkII.
https://www.pollin.de/p/schaltnetzteil- ... ker-352316
Ein vergossenes Bosch-Ladegerät zur Festmontage in der Garage.
Natürlich wäre ein 10A Netzteil noch ein bißchen knackiger, aber für normale Lautsprecher spielt das 75€ Team schon verdammt gut.
Gruß Kalle
Karlheinz
 
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