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CT 269

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Beitragvon rothbuche » So 27. Okt 2013, 13:58

Guten Tag zusammen !

Da ich neu hier im Forum bin, möge man mir bitte nachsehen, dass ich mit den hiesige Gepflogenheiten noch nicht vertraut bin, und auch noch nicht alle Beiträge gelesen habe.
Nun war der Monacor SP-205/8 schon Thema in einem anderen Thread, doch mir geht es mehr um seine Behausung.
Kann mir jemand erklären wie die Abmessungen des Gehäuses zustande kommen ? Besonders Deckel- und Bodenplatte ragen ja gewöhnungsbedürftig weit über alles andere hinaus. Auch fällt mir auf, dass das Chassis nach drei Seiten in gleicher Entfernung zu Gehäusekanten liegt. Gibt es dafür besondere Gründe, oder kann man seiner Fantasie und seinem Geschmack freien Lauf lassen ?

MfG
Thomas

P.S.: ...noch etwas: Sind irgendwo die Gehäuse von Ralph Netzker zu bewundern ? Für die K&T 6/2013 wurden ja wohl nur Test-Gehäuse fotografiert...

Danke schonmal
Thomas
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Re: CT 269

Beitragvon rothbuche » Fr 1. Nov 2013, 14:10

...nich mal 'n blöder Kommentar zu meiner Frage ???
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Re: CT 269

Beitragvon T. Schmidt » Fr 1. Nov 2013, 17:25

Hallo,

Zum ersten Punkt hat mir der Erbauer verraten, dass man die Box bis an die Wand rücken kann und trotzdem noch "Luftdurchtritt" hat.

Zum zweiten Punkt: Egal, ein 20-Zentimeter-Chassis bündelt im relevanten Bereich so stark, dass es da kaum zu Beeinträchtigungen kommt. Hier ist es wichtiger, dass die Schallwand das Chassis noch ein bisschen im Grund- und Mitteltonbereich stützt.

Gruß

Thomas
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Re: CT 269

Beitragvon rothbuche » Fr 1. Nov 2013, 17:57

Erstmal ein dickes DANKE !!!

Dann kann's ja bald losgehen.
Mein Machwerk wird sich aber etwas vom Netzker'schen Original unterscheiden, was Gehäuseabmessungen und Chassisposition angeht...
Bin mal gespannt wie's tönt.

MfG
Thomas
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Re: CT 269

Beitragvon Fidelio » Di 12. Nov 2013, 19:20

Habe mir ein Cheap Trick Gehäuse zum Sp 205 gebaut.
Aus einer einzige OSB Platte mit nur 2 Schnitten für zuhause, den Rest hat der Baumarkt erledigt.
Bin neu hier und habe noch nicht herausgefunden wie man Pläne anhängen kann.
Für den Anfang klingt der Monacor sehr interessant.
Sehr gut mit Gitarre und Blues ( bringt den Charakter der Musik gut rüber)
weniger gut mit einigen Klaviersachen. Köln Concert verliert unerwarteter Weise seinen Charme, da Atmosphäre durch den Bassmagel verloren geht.
Würde gerne Bilder und Schnittmuster zur Verfügung stellen.

Mfg

Fidelio
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CT 269

Beitragvon Ralph Netzker » So 22. Dez 2013, 12:28

Hier sind einige zusätzliche Informationen zum CT 269.

Meine Ausführung entspricht exakt dem K+T Versuchsgehäuse - mit zwei Ausnahmen:

1) Das Höhenmaß für die Seitenwände müsste 630-12-12= 606 mm sein.
Das Maß 604 gilt nur für die Frontwand - wegen des umlaufenden Montagespaltes von 1 mm.
Da war meine Bemaßung wohl nicht optimal, weil man in diesem Maßstab den Spalt nicht direkt sehen kann - sorry...

2) Das Chassis ist auf der Vorderseite der Schallwand angebracht, nicht von hinten.
Ich muss allerdings zugeben, dass die Montage von hinten dem Stil der Zeit (40er-/50er-Jahre) eher entspricht.
Heutige BBC-Monitore sind immer noch so gebaut (Senkschrauben von vorne sichtbar, hinten mit Muttern auf dem Chassis).

Zu den Abmessungen:
Alle Maße sind Normmaße nach DIN 323:
100, 125, 160, 200, 250, 315, 400, 500, 630, 800, 1.000 etc...
(siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Renard-Serie)

Oberflächenbehandlung:
12 mm Birkenmultiplex auf Kirsche gebeizt,
2-Komponentenlack seidenmatt gespritzt.
Unten auf der Frontwand ein Messingschild mit der Bezeichnung des Chassis und den wichtigsten Daten.

Technische Ausführung:
Material und Wandstärke sind meines Erachtens entscheidend für den Charakter des Projekts:
Wenn ich eine beliebige Wand mit dem Fingerknöchel anschlage, ertönt ein deutlich vernehmbares "Donggg", kein "Klick" oder "Klack" - es ist also ein einfaches Resonanzgehäuse...
Die Tiefe des Gehäuses ist ein Kompromiss zwischen Unterstützung im Tiefton und der Vermeidung von Kastenresonanzen - gerechnet habe ich allerdings nichts...
Die längeren Boden- und Deckelplatten dienen einerseits dazu, im "worst case" (Lautsprecher direkt an der Wand) noch ein Minimum an Funktion zu ermöglichen, andererseits wollte ich durch die unterschiedlichen Tiefen die Kastenresonanzen ein wenig "auffächern".
Zusätzlich wäre es denkbar, den Lautsprecher mit dem Rücken auf dem Boden zu platzieren - probiert habe ich das jedoch noch nicht...
Die Schallwände habe ich mit M6-Innensechskant-Senkschrauben (Edelstahl) und Krallenmuttern im Rahmen befestigt - sieht gut aus, und lässt sich gut nachziehen.

Aufstellung im Hörraum:
Links und rechts symmetrisch neben Bücherregalen.
Hinten ca. 1 m Abstand zur Rückwand, welche mit Vorhängen verhängt ist (Fensterwand).
Somit findet ein echter Dipol-Betrieb eigentlich nicht statt, weil der rückwärtige Anteil stark bedämpft wird.
Die Lautsprecher sind 400 mm aufgeständert.
Die Gehäuse sind mit mit je drei Oehlbach Shock Absorbern Art.Nr. 55138 (zwei vorne, einer hinten mittig) von den Ständern entkoppelt, so dass auch die Bodenfläche noch etwas schwingen kann...
Versuche mit einer starren Ankopplung waren nicht vorteilhaft.

Hörposition:
Ich höre in einem klassischen Stereodreieck mit ca. 3 m Seitenlänge.
Die Lautsprecher sind so eingewinkelt, dass ich am Hörplatz die Innenwände gerade noch sehen kann,
die Chassis zielen also ziemlich genau auf meine Ohren - der Sweetspot ist zugegebenermaßen recht klein...

Jetzt noch einiges zum Höreindruck:
Die Lautsprecher sind extrem (!) anspruchsvoll was die Qualität der Tonträger angeht.
Murks entlarvt sich binnen Sekunden und macht dann keinen Spaß mehr...
Alles was die Klarheit und Transparenz einer Aufnahme beeinträchtigt, wird als äußerst unangenehm empfunden.
Umgekehrt werden herausragende Aufnahmen sofort erkannt und klingen entsprechend spektakulär.

Beispiel:
Denon One Point Recording (nur zwei hochwertige Mikrofone über/hinter dem Dirigenten)
Mahler Symphonie Nr. 5
Radio-Symphonie-Orchester Frankfurt unter Eliahu Inbal
Aufnahme von 1986

Die völlig transparente Raumakustik und die erschreckende (!) Dynamik der Aufnahme habe ich so noch mit keinem Lautsprecher erlebt...

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Netzker
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Re: CT 269

Beitragvon breitband-fan » Sa 28. Dez 2013, 11:24

Hallo
Habe die box auch gebaut in leicht anderer form. Gute aufnahnen tönen wunderbar. Andre aufnahmen tönen weniger gut. Vieleicht schlechte aufnahnen? Daher die idee einen kleinen hochtöner anzukoppeln. Kann man einfach einen kondensator vor den ht einsetzen. Zb 3.3 uf. Und müsste man den ht verpolen? Oder einfach eine spule vor den bb zb 0.56mh und dann eben mit einem ht experimentieren.

Berichte dann mal wider.

Gruesse
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Re: CT 269

Beitragvon Jackman » Sa 28. Dez 2013, 12:05

Moin,

ich würde den Kondensator kleiner wählen, zwischen 1 und 2 µF. Eine Spule vor dem BB würde ich nicht einsetzen, da der BB ohnehin irgendwann abfällt. Du willst doch den LS nicht "verschlimmbessern"`? ;)

Wie der Erbauer schon sagt, schlechte Aufnahmen werden entlarvt. Da hilft dann auch nicht unbedingt ein Zusatzhochtöner ;) .
Gruß

Günther

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Re: CT 269

Beitragvon breitband-fan » So 29. Dez 2013, 17:40

Danke für den Tip. Ein Kondensator dreht die phase ja mit 90grad. Daher ist es ja egal ob ich den HT verpole. (Beim BB habe ich keine Bauteile im signalweg)

Wenn ich aber 3.3 und 3.3uf in Reihe schalte um einen geringeren Wert zu erhalten. Habe ich dann zweimal eine Phasendrehung oder nur einmal?

Beste Grüsse
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Re: CT 269

Beitragvon breitband-fan » Do 21. Aug 2014, 19:20

Hallo
Wenn ich den Ht zb einer billigen Dayton oder Visatonkalotte mit 1-2uf trenne. Habe ich da nicht grosse Verzerrunge weil nur 6db/oktave? wäre es nicht besser noch 0.1mh dazuzuschalten um 12/db pro Oktave zu bekommen oder verträgt ein normaler Ht eine 6/db Trennung bei so hohen Frequenz en?

Gruss
breitband-fan
 
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Re: CT 269

Beitragvon Jackman » Do 21. Aug 2014, 21:37

Moin,

bei so einer hohen Trennung ist das kein Problem, würde ich sagen.

Du bekommst aber ein anderes Problem, nämlich, dass Du den HT nicht merken wirst, weil er ganz einfach zu wenig Wirkungsgrad hat. Das hat ein Bekannter vor 2 Monaten auch erst feststellen müssen...
Er hatte die 16er Dayton Kalotte mit einem 8" BB "verheiratet" und sich gewundert, dass der HT unterbelichtet war...
Gruß

Günther

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Re: CT 269

Beitragvon T. Schmidt » Do 21. Aug 2014, 23:35

Wenn man mal billig in dieser Richtung experimentieren möchte, bieten sich die guten alten Polycarbonat-"Quietschen" als Superhochtöner an - Visaton DTW 72 oder DT 94, etwas in der Richtung. Die werden bei hoher Trennung 2ter Ordnung sogar richtig laut.

Gruß

Thomas
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