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Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Sa 6. Dez 2014, 14:31

Moin,
jetzt ist mit Heft 1/15 die von Thomas angedrohte Überraschung geplatzt.
Mit der Suchmaschine findet man im PA-Partybereich, beim Frickelfest und diversen DIY-Foren etliches über diesen Treiber an diversen Hörnern und etliche Projekte mit 2x15 bis zu 2x10 Bässen.
Nach der Beschäftigung mit dem Aurumprojekt und Ronalds Tuningvorschlägen hat mich die Celeste mit dem Altec 614 Gehäuse auf die Idee gebracht. Es soll ein Nachbau eines Altec Monitors 9849 werden....auf dem Preisniveau eines CT Projektes als reine Spaßbox.
http://www.lansingheritage.org/html/alt ... -8a-9d.htm
...für zu Hause mit einem Hornaufbau ähnlich Altec Modell 19.
http://www.lansingheritage.org/html/alt ... del-19.htm
Vor Jahrzehnten haben mich die Altec-Chassis fasziniert.
Seit einigen Wochen habe ich mich mit dem Treiber und beiden Hörnern beschäftigt.

Den Treiber bin ich ähnlich Jesses Aurumvorschlag angegangen ....andere haben auch den Comp 50 gepimpt.....von hinten kann man ihn incl. Lack fast mit einem EV Teil verwechseln. Um die Resonanzfrequenz zu senken, könnte man durch Bohrungen das innere Ringgehäuse noch dazunehmen und dämpfen....... oder sogar nach draußen öffnen und mit einem Strömungswiderstand bestücken.
Ich verwende als Werkzeug ein Cuttermesser, ein Trinkglas, ein Ei, eine Schere und einen Inbus T-Schlüssel, als Material Bofoam, Filz, Karosseriedichtband auf Butylbasis, kleines Lautsprecherdichtband und Kleber.

Das Butyl-Karosseriedichtband (Kfz-Zubehör) wird in den Handflächen zu Würstchen gedreht und in die zahlreichen Hohlräume des Deckels eingearbeitet, das Lautsprecherdichtband wird seitlich an dem oberen Stahlring aufgeklebt. Das Bofoam, Noppenschaumstoff geht natürlich auch.... wird über das dicke Ende eines Eis gezogen. Mit der Schere wird oben bündig abgeschnitten....es entsteht eine passende konkave Mulde :o . Mit einem passenden Glas wird der Schaumstoff angepresst und mit dem Messer ausgeschnitten, mit Kleber ins Gehäuse gepappt....fertig. Oben habe ich noch am Rand einen Filzstreifen eingeklebt....nötig :roll: . Der Gehäusedeckel kann nur noch sehr vorsichtig montiert werden.....das Ergebnis der Maßnahmen ist mehr als deutlich. Das Metallgitter lasse ich wegen einiger geplanter rauer Einsätze vorerst noch drin. Der Phase Plug entspricht in der Form dem vor Jahrzehnten entwickeltem Altec 802, das Diaphragma ist unter den Anschlüssen zwangzentriert.
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Das Horn HL 616 ist vernünftig gebaut und bedarf außer einer äußeren Schwingungsdämpfung im Gehäuse keinerlei Überarbeitung. Ich werde das gleiche Sandwichsystem wie beim Daytonhorn anwenden. Dafür muss der Hornhals des zusätzlichen Horns genau mit 55 mm Restlänge abgesägt werden. HL 616 ist gebongt. Vorsicht, der "Abfall" wird noch gebraucht :D .
Hier kann man die Sandfüllung sehen.
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Jetzt ist die Schallwand fertig für das 9849 bzw. 614 Altecgehäuse.
Bild
Das HL 1018 schwingt wie ein Glocke, der Querschnittssprung von 25mm auf 42mm Durchmesser nach dem Schraubeinsatz ergibt eine Vergrößerung auf das Dreifache......der Grund für die ausgeprägte Resonanz bei 8000 Hz im Wasserfalldiagramm......das kann nicht so bleiben.
Also wird genau bei 20mm der Schraubeinsatz abgesägt.....nicht wegwerfen, daraus kan man noch wunderschön einen Schraubadapter z.B. für eine 18S XT1496 bauen. Irgendwie passt jetzt das Reststück vom Hl 616 nach leichten Anpassarbeiten mit einer Feile...nix Schmirgel :evil: ....perfekt :mrgreen: . Der erste Klebeversuch mit UHU Plast Special funktionierte sofort. Glück gehabt. Das eine ist ABS, das andere faserverstärtes ?????, deshalb habe ich schweißen erst gar nicht versucht. Zum Abbinden....dauert lange...das Horn auf dem Hornhals über Nacht stehen lassen....Anpresskraft.
Jetzt ist das Horn 35 mm länger, die Resonanzfrequenz wird noch tiefer und brauchbarer...die geometrische Ähnlichkeit mit dem Altec 811B wird immer größer, bzw. müsste der Abstand Diaphragma Hornhals bis auf einige mm stimmen.
Ähämm, der abgeschnittene HL 616 Rest passt, wenn das HL in der Schallwand steckt von hinten als Gehäuse prima drauf :mrgreen: , Sand rein, mit Acryl abdichten, akustisch tot, fertig.
Fotos setze ich heute noch rein.
HL 1018 vorher
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Orischinalschraubgewinde 20mm ab ........55 mm HL 616 Hals dran
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Nachher 35 mm länger
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Hier wurde der Hornhals von innen noch verstärkt und egalisiert mit Sikaflex221. Nach Durchhärtung wird der O-Ring 26,5X3.5 eingeklebt und der Rest beigearbeit.
Bild
Von außen wurde die Klebestelle mit dem mit UHU-Plus geklebten abgesägten Muffe eines 50mm Abflussrohres verstärkt....der Treiber ist ziemlich :? massiv. Das Horn kann man von außen mit Bitumen bekleben, muss man aber nicht. Absolut zu empfehlen ist das Beschichten der "Lippen" von innen mit Acryl (Wärmeausdehnung) und das Ausgießen mit einem Sägespan-Gips-Weißleim-Wasser-Acrylgemisch. Nach der Durchtrocknung (1 Woche) habe ich um Feuchtigkeit abzuhalten das Ganze mit einer Schicht Acryl (immer schwarzes billiges aus dem Baumarkt) abgedeckt.
Bild
Das Füllen der "Lippen" verringert enorm das Eigenschwingungsverhalten.
Alternativ kann man als Verstärkung und Schwingungsdämpfung den Rest HL 616 von hinten auf die Schallwand schrauben und den Zwischenraum mit Sand füllen, Abdichtung dann mit sikaflex, Acryl ist zu schwach.
Bild

Die einfachere und preiswertere Methode
Man besorgt Unterlegscheiben mit 26mm Innendurchmesser , feilt oder schleift sie außen passend ab und klebt sie von der Hornseite zentrisch vor das Gewinde. Jetzt kann man an dieser Führung den Hornhals mit einem Holzsspan und Autospachtel, Acryl, PU-Kleber usw. so egalisieren, dass der Übergang vom Treiber zur Hornkontur stufenfrei verläuft.

Aktuelle Tages-Paarpreise incl. Porto
Kenford Comp 50B 84€
McGee HL 616 19€
McGee HL 1018 36€
Celestion CDX1, Plastic Screw Adaptor 9€
Celestion CDX1-1430 172€
Celestion TF1225CX 400€

Gruß Kalle
Zuletzt geändert von Karlheinz am So 14. Dez 2014, 18:14, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon tangband » Mi 10. Dez 2014, 20:15

[imgBild][/img]und hast du schon höreindrucke
oder vieleicht messungen
den comp 50 und das hl616 habe ich auch zu hause
aber mein erster plan war den comp 50 im 12 waveguide laufen zu lassen ,tja leider gibt es die nicht mehr und ich habe dummerweise damals nur eines bestellt zum messen
jetzt werde ich wohl es mit den 10 dayton probieren

ausserdem habe ich noch einige von den 12 kenford da und war lange am überlegen ,was ich damit tun soll
herraus kam eine tqwt

ob es sinn macht wäre aber für mich ein low budget projet für mich
oben drauf den comp 50 mit hörnchen ,
aber werde ich erst mal die tage bauen müssen um zu sehen ob ich den 12 hoch genug laufen lassen kann ,wen nicht gibts brenn holz
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Mi 10. Dez 2014, 21:08

Moin,
wieso gibt es den 12er wavegide nicht mehr? Hast du schon bei Gersbach nachgefragt? Wenn, brauchst du aber vier, zwei abgesägte zur Stabilisierung von hinten ;) .
Höreindrücke habe ich noch lange nicht, Messungen werde ich wohl nicht direkt machen, mir fehlt kurz noch das Equipment; ich steige seit 6 Jahren wieder ins Hobby ein. Meine Zeitschiene ist etwas länger, ich habe einfach zu viele Projekte....und das Fertige hört sich sehr gut an....ein Luxusproblem ;) .
Zum Comb50 gibt es sehr viele Projekte und sehr viele Messungen im www.
Vielleicht kannst du ja diesen Vorschlag auf die PA12 runterbrechen?
http://www.lautsprecherforum.eu/viewtop ... =42&t=4572
Die Weiche könnte fürs erste bis auf die Widerstände des Comb50 durchaus brauchbar sein.
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon tangband » Mi 10. Dez 2014, 23:31

die haben sie leider auch nicht mehr ,hätte auch an ein wunder gegrenzt
das stimmt wohl für den comp 50 gibts viele ideen ,aber ich werde erst mal die wave guides messen und dan mal weiterschauen
vorallen erst mal das 12 kenford bassgehäuse bauen um zu sehen ob es überhaupt sinn macht
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Jesse » Do 11. Dez 2014, 01:24

Karlheinz hat geschrieben:ich steige seit 6 Jahren wieder ins Hobby ein.


Meine Güte, Kalle, du brauchst aber lange zum Einsteigen. :shock: ;)

Dich nehm ich besser nicht im Auto mit... :lol:
Gruß
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Do 11. Dez 2014, 10:18

Moin Ronald,
ich steige auch nicht ein......und gehe nach Aldi ;)
Jrooß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Jesse » Fr 12. Dez 2014, 00:28

Hab ich nicht verstanden.
Gruß
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon holly65 » So 14. Dez 2014, 11:24

Moin,

das habe ich vor ein paar Monaten auch mit dem COMP50 gemacht. :)
Mit PC25 Adapter an ein XT1086 geflanscht und bei 1,1Khz zu einem 15 Fane TMT getrennt.

Bild
Ich habe Plastik Fermit und Teppich mit Filzrücken verwendet.

Wasserfall unbeschaltet vor Optimierung:
Bild
Und nach Optimierung:
Bild

Hier gibt es noch ein paar Messungen und Fotos :
http://www.abload.de/gallery.php?key=fM5mCTqU

grüsse

Karsten
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » So 14. Dez 2014, 12:03

Hallo Carsten,
ja, kenne ich, habe ich mir vor dem Kauf des ganzen Geraffels alles schon reingezogen.......und war enttäuscht, dass alle mal wieder alles vor mir erfunden haben :cry: ;) . Das www ist manchmal spannend wie ein Krimi. Versuche mal den schmalen Lautsprecherdichtbandstreifen um die hintere Polplatte, das bringt beim Knöcheltest noch mal einiges....in der Wiedergabe :? . Das Klempnerzeugs ist etwas giftig, deshalb nutze ich schön länger die Karosseriebutyldichtungsmasse. Rudolph z.B. verwendet das Zeugs auch in geringen Mengen zwischen System und Headshell oder direkt an kritischen Stellen am Tonarm...gibts auch im schicken Schwarz. Wenn ich sehe, welchen Tort ich mir mit der HL 1018 angetan habe, hätte ich besser sofort das 18S XT1464 für 40€ das Stück abgreifen sollen. Aber ich wollte halt den Klassiklook, ein Hauch von JBL, EV und Altec in der Bude und ein bißchen basteln....und das Ganze als Low-Cost-Projekt. Das hat funktioniert, ich bin jetzt durch damit....letzte Änderungen sind eingepflegt. Ich habe keinerlei Messequipment, noch nicht. Weiß aber 8-) , dass meine Änderungen den gewünschten Erfolg :) gehabt haben und eine Trennfrequenz oberhalb 1000Hz wohl möglich ist. Bei der Passivweiche werde ich wohl mit der Altec 19 Weiche die ersten Versuche machen, die zu der von Jobsts Paddy ;) box fast baugleich ist. Ich habe einem Freund meines Jüngsten angeboten die Partybox mit ihm zu bauen, ich bin gespannt. Ansonsten bieten sich noch 12 db-Versuche an, ich habe zweimal die Kombi 3µF 1,5 mH gefunden.....dann gibts es auch noch dbx 8-) .
Ich habe als Bassergänzung an der Thomann thebox 12-280/8-A gedacht. Ein 15 Zöller....na ja. ich habe vor 40 Jahren für die Holde auch auf das Klipsch verzichtet ;) ....ist für meinen Hörraum etwas sehr groß. Celestion, Fane, Eminence, RCF haben auch einiges bezahlbar Interessantes im Programm, teuer kann jeder :o .
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Fr 6. Feb 2015, 20:45

Moin,
es hat etwas gedauert, aber der erste Probelauf hat überzeugt....
Die Passivweiche ist sehr stark mit dem Modell 19 (Altec) verwandt und ähnelt augenblicklich Jobsts Vorschlag
http://www.lautsprecherforum.eu/viewtopic.php?t=4572.
Bild
So sieht es augenblicklich aus, die Rückwand ist nur eingepasst und atmet noch kräftig mit, es steht noch nicht fest, ob sie geklebt oder geschraubt wird. Auch das Gehäuse braucht noch das Finish.
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Tja wie hört es sich an?
Morgen wird vor den Hochtonzweig noch ein Widerstand vorgepappt, die L-Regler arbeiten noch in einem ungünstigen Bereich, fast zu.
Die Phase musste gedreht werden und die Treiber sind jetzt gleich gepolt.
Tja, trotz der noch tonalen Unausgewogenheit haut es mich um :? , ich habe auf der Manger-CD Details gehört, die ich noch nicht kannte. Die Räumlichkeit ist enorm natürlich....ohne sich aufzudrängen....Geigen klingen wenn sie so gespielt werden messerscharf....aber sie können auch mit Schmelz dargestellt werden...hier zeigt der COMB50 dem MRD 34 der Aurum ganz klar seine Grenzen auf.....Jeff Becks Gitarre explodiert bei Brush Blues, toll. Der Übergang zwischen beiden Chassis ist noch nicht optimal, wie auch. Wenn ich an die Preise der Chassis denke, der Bass noch nicht eingespielt und eine Weichenentwicklung noch nicht gelaufen ist, bin ich sehr angetan.
Dynamik und Auflösung macht die Box schon richtig, Stones "Flashpoint" und Popa Chubbays "Live at the FIP" grooven ungemein und mutieren fast zur Studioaufnahme.
Wer sich für das McGee HL616 interessiert, schnell zuschlagen, die letzten werden gerade verramscht.
Probelauf 2, alles jetzt fest verschraubt :? ......die Kombination mit dem 616 neigt zu "spitzen" Höhen mit besonderer Betonung des "sssss" Laute. Kleine Spielereien halfen nicht wirklich weiter, die Neugier siegte....HL 1018 drauf..
Bild
..und weg ist der Spuk.....der erste Eindruck "satt".........nur läuft jetzt alles auf ne Aktivlösung heraus....der Hochton läuft zur Zeit an über 8.3 Ohm in Reihe und 3,3 Ohm parallel...jetzt ist die Zusatzheizung erwünscht...aber im Sommer ;) .
Klanglich scheint es erst einmal halbwegs zu klappen, der Hochtonbereich ist nach 18db-Weiche um satte 13 db mit Widerständen abgesenkt...ne Menge :?

Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Mo 9. Feb 2015, 18:08

Bild
Sieht ja ganz nett :mrgreen: aus und optisch wirklich passend, aber der ST350A ist klanglich eher überflüssig.
Die Weiche hat noch mit 7.1R und 21µF vor dem Bass eine Impedanzanpassung bekommen, der 5.6R vor dem L-Pad hat eine 3,3µF Brücke bekommen, parallel liegen 4,7R. jetzt kann das Poti in der Mittelstellung gut arbeiten.
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Fr 13. Feb 2015, 18:13

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Moin,
ja, es macht Spaß weiter zu spielen.....senkrecht spielt das Horn in meiner engen Kemenate viel überzeugender, räumlich gut differenziert mit viel Spaß. Der Abstrahlungwinkel passt so viel besser...das "kleinere" Modell von JBL Synthesis 1400 Array BG läßt grüßen. Die Frequenzweiche ist mittlerweile ziemlich geschrumpft....2 Spulen, 2 Kondensatore und ein L-Pad sind geblieben....sicher noch nicht endgültig. Der kleine gelbe AV 3,3 µF 400V MKP von pollin stellt sich als kleines Wunder heraus....für gerade 0,50€/Stück. Damit lassen sich viele Werte kombinieren. Ich werde noch ein größeres Tütchen bestellen.
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Do 19. Feb 2015, 14:10

Moin,
ich habe gerade eine 2,2mH Aronit Spule (uralter Vorrat) gegen eine Tschentscher 2,7 mH I-Kern (frisch) beide mit 0,27 Ohm getauscht.
Das Ergebnis ist stärker, als ich erwartet habe. In der Präzision und im Tiefgang des Basses hat sich mehr getan als ich erwartete. Stand:
Bild
Mittlerweile ist aus dem 9,3R ein 8,2R geworden. Der Hochton läuft jetzt polgleich. Die 1,5 mH Spule hat einen Innenwiderstand von 1,1R, Gedächnis halt. Eine Saugkreis für den Horntreiber, bei 1,5 kHz 15R Spitze, dünnt das Klangbild total aus. Das Zobelglied für den Bass sorgt für einen mittelbetonten Klang. Könnte bei einem waagerechten Horn hilfreich sein.
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Sa 28. Feb 2015, 16:05

Moin,
gestern habe ich mal wieder die HL 616 angeschraubt. Mit der jetzigen Weiche ist ihre Zischelneigung verschwunden und sie spielen klar und sauber. In der räumlichen Darstellung können sie in meinem Hörraum mit den senkrecht stehenden HL 1018 nicht ganz mithalten.
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Do 5. Mär 2015, 15:41

Bild
Ein neues Horn, heute für 8,40€ bei intertechnik abgegriffen.
Ähnlichkeiten mit Hornkonstruktionen anderer Handelshäuser sind weder zufällig noch unbeabsichtigt.
Das Dayton H812 ist von den Maßen 318/199/208 identisch mit MRH 200 von Monacor Angabe [320x198x210] bzw. dem PAudio PH3220 oder dem Celestion H1-9040P [318/199/208] :mrgreen: , der Hals ist außen stärker verrippt und die Montageplatte hat auch dadurch ein anderes Bohrungsbild.
Über dem großen Teich hat man schon nette Messprotokolle erstellt.
Es scheint bis jetzt die beste Kombi mit meinem Geraffel für den Comp50 zu sein.....die Räumlichkeit ist in Breite, Höhe und Tiefe wirklich zufriedenstellend :D .......einen Schraub-Adapter muss man wohl vergleichsweise 8-) teuer kaufen oder wohlfeil aus Resten selbst stricken........ich habe die abgesägten Gewinderinge vom HL 1018 in ne 18mm Platte implemetiert.
Die obige Weiche hat für das H812 eventuell zu viel Hochtonenergie....da muss ich vielleicht noch was ändern.
Soo, das Reinstecken der Impedanzlinearisierung für den Bass hat es schon getan :o ......aber ich neige abends "schönzuhören"...mal sehen wie es morgen anhört.
Gruß Kalle
Zuletzt geändert von Karlheinz am Do 17. Dez 2015, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Fr 6. Mär 2015, 09:05

Bild
Das ist es jetzt definitiv :mrgreen: ......ob die "Vier Jahreszeiten", "Walking on The Moon", "Brush with the Blues" :D
Jetzt muss ich nur noch das durch den HL 616 verhudelte :o Gehäuse umbauen, so dass das Daytonhorn in der Schallwand Platz findet.
Moin
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » So 8. Mär 2015, 08:48

Moin,
danke für das Mitdenken.
Ich nehme 8mm Siebdruck, die Schallwand ist auch aus Siebdruck. Rechts und links werde ich mit 5mm Filz auffüllen.
Aber noch spiele ich ja. Vielleicht wird alles anders :?
Gruß Kalle
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Dayton H812 gegen McGee 1018 gepimpt

Beitragvon Karlheinz » Do 12. Mär 2015, 07:43

Moin,
in den letzten Tagen hat mich das ttsssssccchhh der Becken gestört, nicht wirklich schön :? . Aber beim Wechsel auf bessere Live- und Studioaufnahmen durfte ich feststellen, das die Kombi den Mist von vorne einfach nur durchgereicht hat.......................ein Stündchen weiter.
So, gerade mal wieder auf das weiter verbastelte McGee senkrecht getauscht. Ey, das hätte ich nicht gedacht. Plötzlich stimmen die Becken wieder und sie zischeln nicht mehr nur rechts und links, sondern auch voll im Raum. Dabei wird das MRH 200 immer sooo hoch gelobt. Jetzt fehlt mir noch was Druck im Bass.....aktive Trennung wird wohl nötig.
Gruß Kalle
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Eindruck des Kenford Comp50 in versch. Hörnern

Beitragvon Karlheinz » Do 12. Mär 2015, 15:10

Moin,
ich habe den im Gehäuse mehrfach bedämpften Comp50B in verschiedenen Hörnern getestet.....
- Dayton R08W.......als Ersatz für den Monacor MRD 34PA klang der angepasste Kenford in den Höhen offener, detailierter und freier.
- Dayton R10W .....wegen Trötens 8-) Versuch sofort abgebrochen
- Dayton H812 (ähnlich Monacor MHD200).....durchaus brauchbar, aber eingeschränkte Räumlichkeit vor allem im Höhenbereich (Expo-Horn halt).
-McGee HL616.....misst sich gut, klingt aber in den Höhen zischend und rauh
-McGee HL1018, aufwendig beruhigt und im Treiberanschluss in der Form massiv korrigiert. Das große McGee Horn passt nicht nur optisch, es entspricht wie der Comb50 (Form und Farbe!) auch ElektroVoice Vorbildern (Horn müsste eigentlich weiß sein :roll:) , sondern auch von der Performance optimal zum Kenford Treiber. Es entspricht mit der Hornmundverlängerung fast den Maßen des klassischen Altec 811B. In meinem kleinen Hörraum entfaltet die senkrecht stehende Kombination(wegen Wandreflexionen ähnlich JBL Synthesis 1400 Array) ein offenes natürliches Klangbild mit erstaunlich präziser Räumlichkeit. Von 500Hz bis 18000Hz liegt der Schalldruck über 100 db. Wegen einsetzender Verzerrungen ist die Kombination aber erst ab etwa 1100Hz wirklich nutzbar.
Fazit: Für cirka 75€ incl. "Tuningmaterial" erhält man eine Treiber-Horn-Kombination, die nicht nur für Fêten sondern auch für leises und lautes ernsthaftes Musikgenießen zu gebrauchen ist :mrgreen: , gerne auch mit einem 15Zöller darunter 8-) . Celestion oder Fane bieten sich da als preiswerte Partner an.
Irgendwie freut mich das, denn das Auge :) hört ja mit. So sind mit dem formschönen HL1018 preiswerte Vintagevorbilder nachbaubar.
Und irgendwie ist meine Neugier noch nicht gestillt. Welche untere Frequenz und welcher Wohlklang wäre wohl mit dem leicht anzupassenden 1,4Zoll Treiber BMS 4554 am gepimten HL 1018 möglich 8-) :D .
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Barossi » Do 12. Mär 2015, 20:56

Moin Kalle,

ich zitiere nur zu gerne Stromberg: "Aus Leberwurst machst du kein Marzipan"
Das Gebastel in Ehren aber du versuchst aus dem (aller)billigstem Material (Horn und Treiber) in den "Klang-Olymp" aufzusteigen.

Besorge dir mal 1,4" oder 2" BMS, besser noch die Faital's, 18sound, etc... das an einem vernünftigem Horn.....

...selbst der kleine Celestion am MRH200 oder Stereolab Horn ist da erstmal eine andere Hausnummer, wenngleich das Ensemble auch "nur" ab 1000Hz aufspielt.


LG Hauke
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Do 12. Mär 2015, 22:24

Hallo Hauke,
ich bin nur für das verantwortlich, was ich schreibe, nicht für das, was du liest.
Barossi hat geschrieben: "Klang-Olymp"
Wie kommst du auf das dünne Kiefersperrholzbrett? :roll:
Ich stamme noch aus einer Zeit, wo ich in Tonstudios Altec Valencia (es standen etliche davon im Lager) oder die JBL-Paragon (Saturn :mrgreen: , heute kaum vorstellbar) gehört habe und Sentrys als PA auf der Bühme standen.
Dazwischen habe ich bis heute noch die eine oder andere Hornkombination genießen :? können,
Ich kann das Sintrongeraffel durchaus klanglich einordnen. Das Ergebnis ist dennoch sehr erstaunlich.
Ich halte den Celestion Celestion CDX1-1430 für klanglich total überbewertet, denn er kostet ja nur 89€, das kann ja gar nichts sein :o .
Gruß Kalle
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon JoernC » Di 17. Mär 2015, 12:21

Moin Kalle

danke für Deine Doku !

Magst Du noch mal eine aktualisierte Weiche reinstellen ?
Irgendwie bin ich durcheinander gekommen mit dem, was "aufgemalt" wurde und dann doch wieder anders wurde.
Und wo trennst Du genau ?

Oder gibt es noch weiteres "Feintuning", so dass es sich lohnt, noch etwas zu warten ?
Danke.
Beste Grüße
Jörn
JoernC
 
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Karlheinz » Di 17. Mär 2015, 16:28

Hallo Jörn,
ich bin noch nicht fertig. Das Horn wird noch optimaler im Hals angepasst, Schmiererei :? . Vielleicht hätte ich doch einen 15er Bass :roll: nehmen sollen. Die Weiche ist noch in Arbeit. Eigentlich will ich das Zeugs mit einer dbx-DSP-Digitalweiche betreiben mit der Passivweiche als Notlösung.........es wird jetzt erst einmal so bleiben, denn die Rennsaison naht und mein Rennerle braucht Aufmersamkeit. Messwerkzeug habe ich leider keines, die dbx-Weiche hat so was eingebaut......deshalb auch keine Messungen.....und keine Anschaffung von Tools.
So sieht die Weiche mit dem HL 1018 modifiziert aktuell aus, nach dem ich mit 12 db Hochpass, Impedanzentzerrung usw. probiert und alles wieder verhört habe, der größere Parallelkondensator zum Bass bringt mehr Präzision und einen besseren Übergang.
Bild
Die Schaltung ist eine Abwandlung/Anpassung der Altec Model nineteen Weiche.
Der 18 db Hochpass klingt einfach viel besser als die 12 db Version. Bei gleicher Energieverteilung ist die räumliche Wiedergabe bei senkrecht gestelltem Horn wirklich sehr, sehr gut. Fast bin ich geneigt anstelle der BilligMKPs mal richtige :o Kondensatoren zu nehmen, vielleicht tut sich ja noch was in der Höhenauflösung.

Gruß Kalle
Zuletzt geändert von Karlheinz am Di 24. Mär 2015, 08:41, insgesamt 2-mal geändert.
Karlheinz
 
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon JoernC » Di 17. Mär 2015, 18:49

Danke, Kalle.
Bin gespannt, wie es weiter geht,
Beste Grüße
Jörn
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Re: Kenwood Comp 50B, McGee HL1018 / HL 616

Beitragvon Jesse » Mi 18. Mär 2015, 19:34

Ich verstehe den Sinn deiner Messschriebe nicht.
Gruß
´
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