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ARTA

Re: ARTA

Beitragvon N00b » Do 26. Jul 2012, 11:46

Warum die Verlinkung? :?
Na, egal. Ich schreib trotzdem mal hier, weil sich meine Ausführungen speziell auf Arta beziehen. :)

Achso... die Admins hier pennen wohl mal wieder. 8-)

Ich kämpfe auch schon ne Weile mit dem besagten Programm und wirklich einsteigerfreundlich ist es nicht. :lol:
Die "deutsche Version" (Kompendium) des Manuals soll eigentlich eher eine Ergänzung sein. Es wird auf jeden Fall empfohlen das Original parallel zu lesen. Dieses Kompendium ist nach und nach gewachsen und somit aus vielen verschiedenen Texten zusammengestückelt. Deswegen ist es manchmal auch recht unverständlich, verwirrend und noch einiges anderes. Keinen Vorwurf an die Autoren! Aber ich muss sagen ich habe mich schon schwer getan es zu lesen, zu verstehen und einzuordnen. Mir fehlen da ein paar Füllsätze, warum "das" jetzt gerade hier steht und warum es wichtig ist.
Mein Tipp für alle Einsteiger ist die Apllication Note 4:
http://www.artalabs.hr/AppNotes/AP4-Fre ... v01Ger.pdf

Das gibt eigentlich erstmal nen ersten Eindruck und nimmt die Wucht des Programms, denn im Prinzip ist es ja kein Hexenwerk:
Das Programm erzeugt ein Signal, das geht zum Output der Soundkarte raus, über den Verstärker in den Lautsprecher, das nimmt ein Mikrofon auf und leitet es über den Soundkarten-Input zurück zu Arta.
Viele Knöpfe muss man dafür eigentlich auch nicht drücken, die Vielfalt an Einstellmöglichkeiten erschlägt aber einen Anfänger zuerst einmal - mich zumindest.
Aber mir ist es auch lieber, wenn ich weiß, was eingestellt ist bzw. wie die Messung abläuft. Da gibt es ja schon Unterschiede, bswp. bezüglich der Anregungssignale. Bei einem Programm, wo ich auf nen Knopf drücke und dann ist der Frequenzgang da, weiß ich ja nicht genau, was im Hintergrund abläuft... wie hier eventuell getrickst, nivelliert wird etc.

pehajope hat geschrieben:Eigentlich ja OT. Aber dennoch eine Frage. Dachte mir das ich zu meinem Laptop nicht auch noch eine externe Soundkarte benötige. Dennoch hätte ich eine CREATIVE-X-Fi zu liegen.


Im Prinzip kannst du mit jeder Soundkarte/-chip messen. Nur gibt es da schon Qualitätsunterschiede. Die Creative X-Fi (extern?) ist natürlich für die Messung absolut ausreichend. Wer seine Soundkarte/-chip mal testen will, kann ja wie im "deutschen Kompendium" ab " S.32/4.2 Test der Soundkarte" vorgehen. Das sollte jeder hinbekommen. Meine X-Fi (Intern) hat natürlich auch bessere Werte, als der Soundchip meines Laptops.

Mr. Circuit hat geschrieben:Die Laptopmiceingänge haben keine 10 Volt Phantomspeisung. Ist das richtig? Bin mir nicht sicher. Mein USB Interface wartete auf einen Verwendungszweck.

Ich wüsste nicht, dass die "normalen" Mic-Eingänge von Soundkarten/-chips Phantomspeisung bereitstellen. Vermutlich gibt es da im PA-Bereich Lösungen, die werden aber wohl etwas kosten.
Die PC-Mikrofone von z.B. Headsets brauchen eben keine (so hohe?!) Phantomspeisung. Wie auch immer: Es funzt nicht. :)

Ich hab mir übrigens neulich ein "M-Audio Fast Track USB Interface mit Phantomspeisung" gebraucht bei eBay gekauft. Für die Laptop-Messung. Von der Mic-Verstärkungsleistung her sollte es ausreichen. Das spielt natürlich auch eine Rolle. Wieviel hat dein USB-Interface, Mr.Circuit? 45-55 dB sollten es laut "deutschen Kompendium Hardware&Tools" sein - für Freifeldmessungen. Für Nahfeldmessungen reicht natürlich weniger.

Falls es noch weitere Fragen aufkommen, dann versuch ich gerne euch zu helfen. Ich weiß selber, wie mühselig es ist sich da durchzukämpfen. Oftmals reicht es ja dann schon, wenn jemand sagt: "Lies dir mal die S.XY durch..."

Grüße

n00b
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Re: ARTA

Beitragvon N00b » Fr 27. Jul 2012, 13:37

Mr. Circuit hat geschrieben:Bei Nahfeldmessungen ist die Grundton- und Bassüberbetonung im Messschrieb zu berücksichtigen. Wie man diese Überbetonung richtig berücksichtigt, ist wahrscheinlich eine grosse Kunst.


Schau dir nochmal die Möglichkeiten in Arta an. So schwierig ist das ja gar nicht.
Raumreflexionen kann man ja durch ein Fenster bei der Impulsantwort gut ausblenden. Ich schätze mal, dass du den Pegel (Nah- vs Fernfeld) angeglichen hast (Im Plot-Fenster).
->
Code: Alles auswählen
Der Korrekturwert für den Pegel (2 Pi)
berechnet sich mit
Korrektur (FF) = 20*log (a / 2d)
a = Membranradius, d = Messabstand


Darüber hinaus kann man ja den Baffle-Step durch Eingabe der Schallwand-Maße berücksichtigen. Das senkt den Tieftonbereich auch noch etwas ab (relativ zum oberen Bereich).

Wenn du das alles berücksichtigt hast, solltest du eigentlich keine signifikanten Überhöhungen im Tiefton-Frequenzschrieb haben.

"Einfache Messungen" ohne Anpassungen sind ja schön für relative Vergleiche. Mit den oben beschriebenen Maßnahmen lässt sich aber ein "Quasi-Freifeld-Frequenzgang" herleiten. Und das ist ja auch was schönes. :)

Alles nachzulesen im Kompendium S.114ff.

Grüße

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Re: ARTA

Beitragvon N00b » So 5. Aug 2012, 14:57

Kabelsalat... so muss das aussehen. :D

Zu deiner Messung:
Die ist nicht gefenstert, das heißt du siehst die Raumresonanzen in der Antwort.
"Fenstern" kann du bei der Impulsantwort mit der linken und rechten Maustaste (definiert das Fenster der zu berücksichtigenden Impulsantwort). Der Anfang ist in der Regel - so wie ich es verstanden habe - der erste große (maximale) Ausschlag. Lies dir hierzu mal im "Kompendium" "6.4 Skalieren und Fügen von Nah- und Fernfeldmessungen" auf S.114ff durch. Im Prinzip geht es ja darum den Schall, der über Wand/Decke/Boden indirket zum Mic kommt auszublenden. Das geschieht hier mit Hilfe eines zeitlichen Fensters. Auf S.117 siehst du blau markiert die erste Raumresonanz. Bevor die kommt, sollte das Fenster geschlossen werden (rechte Maustaste).
Wenn Messraum und Messbedingungen in Ordnung sind sollte das auch so passen.
Wenn man so einen "Quasi-Freifeld-Frequenzgang" ableitet sagt das natürlich nichts darüber aus, wie die LS im eigenen Raum spielen, denn der wird ja durch das Fenster möglichst ausgeblendet. Es erleichtert dann aber den Vergleich von LS A in Raum X mit LS B in Raum Y.
Ich schätze aber mal, dass du die LS auch nicht in "Hörposition" misst, sondern irgendwo mitten im Raum auf halber Höhe. Das ist ja dann auch chon etwas anderes, als in Wandnähe...

Nunja, ich muss auch noch mit Arta kämpfen, aber so langsam wird es - hoff ich doch. :D

Grüße

n00b
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Re: ARTA

Beitragvon N00b » Fr 10. Aug 2012, 16:33

Hey MC!

Na, wenn du du die LS eh in Hörposition misst, dann ist es ja nicht so schlimm. Relative Aussagen/Vergleiche sind ja genauso möglich. So ist es vielleicht sogar besser, weil du ja den LS an den Raum anpasst bzw. die Aufstellung.
Kann aber natürlich sein, dass es sich in nem anderen Raum oder mit anderen Möbeln wieder anders anhört. :roll:
Naja, aber das muss ich dir ja sicherlich nicht erzählen... 8-)

Welchen LS misst du da eigentlich?

Achja, deine Mini-Krokoklemmen...
Wenn das das billige Schnellverbinder-Set ist, welches mehrere Händler anbieten, dann check auf jeden Fall mal die Lötverbindungen!!! Die waren bei mir in 90% der Fälle miserabel!!! Für die Qualität sind die zu bezahlenden 1-2€ eigentlich auch viel zu viel. Das Ende vom Lied war, dass ich alles neu gelötet und ne dickere Litze genommen hab...


Grüße

n00b

Edit:
Hier die Bilder von den Billigklemmen. Normalerweise müsste die Flügel die Kabel noch klemmen. Die meisten waren jedoch gar nicht geklemmt. Die Lötstellen sind überwiegend miserabel. Dicke Lötbollen, scheinbar nicht heiß genug und teilweise nur die Hälfte der Adern verlötet. Wer die Klemmen hat sollte das unbedingt checken!!!
BildBild
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Re: ARTA

Beitragvon T. Schmidt » Do 14. Mär 2013, 14:31

Und das soll uns WAS sagen?

Gruß

Thomas
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Re: ARTA

Beitragvon T. Schmidt » Do 14. Mär 2013, 16:51

DAS kann ich Dir verraten - den findest Du wieder, wenn beide Boxen EXAKT gleich weit weg vom Messmikro stehen - oder Du nur eine Box misst.

Auslöschung durch Phasenversatz.

Gruß

Thomas
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