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"Raumakustik im Selbstbau"

"Raumakustik im Selbstbau"

Beitragvon HG.Lahr » Mi 5. Dez 2018, 19:38

Hallo zusammen,

habe gerade mein Zimmer neu gestrichen und baue meine kleine bescheidene Anlage wieder auf. Die HiFi-Geräten habe ich bei dieser Gelegenheit dann auch mal mit einen handelsüblichen Phasenprüfer ausgephast und tatsächlich eine kleine Verbesserung wahrgenommen. Das Radio jedoch, welcher mit einen Schukostecker ausgestattet ist, lässt sich nicht phasen. Vielleicht hat ein Mitglied hierzu eine Idee :?:

Zum eigentlichen Thema: Da mein Zimmer zuerst komplett leer war, klang es im Raum zimmlich nervig. Das Zimmer besteht aus einem Laminatfußboden, Decke und Frontwand mit Paneelen verkleidet, Rück- und Seitenwand aus Stein, wobei auf einer Seite sich ein Fenster und eine Tür mit Glas befindet.

Begonnen habe ich mit einem alten aber schönem Ikea Bild, welches hinten mit Pyramidenschaum vom Baumarkt des "Biebers" in 2 cm zweitrittel ausgefüllt wurde. Das sorgte dafür, dass sich die rechte Seite nun "besser" anhörte. Die Stimme erschien lauter und "präsenter" und nicht mehr so nervig am Ohr. Der Bass erschien kräftiger auf der rechten Seite. Für die linke Seite werde ich mir noch Ribba-Rahmen vom schwedischen Einrichtungshaus besorgen, die es in vielen unterschiedlichem Maßen gibt. Da diese eine Tiefe von 4 oder 5 cm aufweißen, kommt ebenfalls Pyramidenschaum zum Einsatz. Da die Größe der Mauerwand geringer ausfällt, wird der Dämmstoff dicker gewählt - wahrscheinlich in 3 oder 4 cm, den ich gleich mitgekauft habe. Provisorisch habe ich diesen an der linken Seite stehen. Das Klangbild ist seitig gleich geworden. Die mit Paneelen bekleideten Bereiche bleiben unangetastet; soll heißen es wird nichts direkt daran befestigt. :(

Da ich noch zwei PVC-Wellplatten in schwarz in den Maßen 80 cm x 120 cm günstig mitgekauft habe, sind diese probeweise in die zwei Ecken gestellt worden, wobei sich jeweils eine Matte des Pyramidenschaums zwischen der Wand und der Wellpappe befindet. Das Klangbild hat sich weiter verbessert. :P

Zu guter letzt habe ich noch einen Langflorteppich in den Maßen 230 mal 160 cm beim deutschen Möbel-Discounter mit Sitzen in Bergkamen und Hardegsen für etwa 28 Euro letze Woche erworben, so dass der Raum sich nun zur dargebotenen Nachhallzeit zum Musikhören eignet. :D

Ob es sinnvoll erscheint an den Ecken noch zwei Bassfallen aufzustellen ist zu hinterfragen, da mir das Material bei meiner Recherche bis dato recht teuer erscheint. Daher habe ich mich damit auch nicht genauer befasst. :roll:

Soweit mein Vorgehen; meine Erfahrungswerte.

Fragen:
• Könnt Ihr gegebenenfalls weitere günstige Materialien aufzeigen, die sinnvoll oder entsprechend genutzt werden könnten?

• Kennt Ihr günstiges Material für Bassfallen und welches Volumen ist anzuraten?

• Wie sind Euro Erfahrungswerte betreffend Absorber und Diffusoren? Dem Vernehmen nach wirken Sie klanklich unterschiedlich in der Form, dass ein Diffusor den Raum "verbreitert" wohingegen der Absorber für eine "Tiefe" sorgen soll. Wie wäre das physikalisch zu erklären?

• Wo sollten im Raum erfahrungsgemäß Absorber und Diffusoren angebracht werden?

• In der K+T meine ich mal einen Bericht über einen selbstgebauten Diffusor gelesen zu haben. Den Artikel finde ich zurzeit aber nicht in den Heften. Vielleicht wäre der günstige Selbstbau von Absorber einerseits und die Anbringung und Akustische Wirkung von Absorber und Diffusoren im Raum auch Themen für die Hefte der K+T?

Ihr merkt schon, das ich keine schwere Geschütze auffahren will, um (m)einen Raum akustisch zu optimieren. Das soll alles im bezahlbaren Rahmen bleiben. Mit der Zeit kann dann sicherlich die ein odere Idee bezahlbar umgesetzt und ausprobiert werden, so dass weiterhin Spaß und Freude am Hobby "Hifi" besteht. Ich möchte durch Eure Erfahrung erkennen, wo Verbesserungen nötig sein könnten und ob, und wenn ja, an welchen Stellen entsprechende Maßnahmen möglich sind.

Freue mich auf einen netten Austausch der Ideen. :D

Gruß, HG
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HG.Lahr
 
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